Moritz Daniel Oppenheim-Kunstpreis

Ausschreibung 2023

Im Mai 2023 hat die Hohe Landesschule Hanau die neu eingeweihte Oberstufen-Mediothek nach ihrem berühmten ehemaligen Schüler, dem jüdischen Maler Moritz-Daniel-Oppenheim, benannt.

„Moritz“ begegnet uns in innovativen Schulprojekten wie „Das Haus lebt“ oder als digitale Neuinterpretation in der großen Rotunde der Mediothek. Sein Leben und Werk ist an der Hohen Landesschule greifbar und aktuell. Damit folgt die HOLA auch dem Wirken der Stadt Hanau, die ihren berühmten Sohn mit zwei Skulpturen auf dem Freiheitsplatz in unsere Mitte gebracht hat.

Der Moritz-Daniel-Oppenheim-Kunstpreis wird unter der Schirmherrschaft des Hanauer Bürgermeisters im Schuljahr 2023/24 zum ersten Mal ausgeschrieben.

Informationen für SchülerInnen

Ausschreibungsbeginn31.09.2023
Ausschreibungsende31.01.2024
Entscheidung03.2024
Verleihung im Kulturforum11.05.2024

Liebe Nachwuchskünstlerinnen und -künstler,

wisst ihr, wer Moritz Daniel Oppenheim war? Ein echter Hanauer und ein Künstler, der in seinen Spaziergängen durch unsere Stadt Inspiration für seine Werke fand. Und jetzt ist es an der Zeit für euch in seine Fußstapfen zu treten – oder besser gesagt, eure eigenen zu hinterlassen!

Thema des Wettbewerbs 2023/24:

"Hanau heute: 
Eine zeitgemäße Interpretation"

Gestaltet euren persönlichen Blick auf Hanau und seine Umgebung in euren Kunstwerken!

Ihr könnt euch dabei auf verschiedene Ansätze konzentrieren:

Inspiration: Was inspiriert euch in Hanau und seiner Umgebung? Es könnten historische Gebäude, die Natur, Menschen, Straßen, Kunstwerke oder kulturelle Veranstaltungen sein. Teilt in euren Werken, sei es in Form von Malerei, Zeichnungen, dreidimensionalen Arbeiten, Mixed-Media, Fotografien, Film oder anderen künstlerischen Ausdrucksformen, eure Eindrücke und Emotionen, die ihr in Hanau erlebt.

Veränderung: Gibt es Aspekte in Hanau, die ihr gerne verändern würdet? Vielleicht sind es städtebauliche Entwicklungen, soziale Themen oder Umweltfragen. Nutzt eure Kunst, um auf diese Themen aufmerksam zu machen und eure Vision von positiven Veränderungen in Hanau zu präsentieren.

Zukunft: Wie stellt ihr euch die Zukunft von Hanau vor? Welche Entwicklungen und Veränderungen möchtet ihr für eure Stadt sehen? Eure Werke können dazu beitragen, diese Visionen zu kommunizieren und die Diskussion über die Zukunft von Hanau anzuregen.

Teilnehmen können:

Schüler und Schülerinnen weiterführender Schulen der Klassenstufen 9. bis 13.

Einsendeschluss ist der 31.1.2024

Lasst eurer Kreativität freien Lauf und teilt eure einzigartige Sicht auf unsere Stadt mit uns. Nehmt am Wettbewerb teil und lasst uns gemeinsam die Kunstszene unserer Stadt bereichern. Eure Fragen beantworten wir gerne per Mail:

kunstpreis@hola-gymnasium.de

  1. Preis: 500 €
  2. Preis: 200 €
  3. Preis: 100 €

Warum sollte ich teilnehmen?

Ziel des Wettbewerbs ist die kreativ-künstlerische Auseinandersetzung von Schülerinnen und Schülern mit den Gesellschaftsthemen der Gegenwart. Mit deinem künstlerischen Beitrag unterstützt du das Miteinander in der Hanauer Stadtgesellschaft als einem Ort der Vielfalt und trägst zum Diskurs hinsichtlich der gesellschaftlichen Transformation bei.

Teilnahmebedingungen

Bist du an einer weiterführenden Schule in Hanau als Schülerin oder Schüler und in den Klassenstufen 9 -13? Dann mach mit.
Die Ausschreibung ist für dich gedacht und dein Beitrag zählt.
Eingereicht werden können Zeichnungen, Malereien, Skulpturen, Mischtechniken, Fotografien und Videos.

Reiche deine Arbeit zusammen mit dem ausgefüllten Teilnahmebogen hier ein:

Hohe Landesschule, Verein der Freunde und Förderer e.V.
„Moritz Daniel Oppenheim – Kunstpreis“
Alter Rückinger Weg 53, 63452 Hanau

Präambel:

Der Moritz-Daniel-Oppenheim-Kunstpreis soll die kreativ-künstlerische Auseinandersetzung von Schülerinnen und Schülern mit den Gesellschaftsthemen der Gegenwart fördern, das Miteinander in der Hanauer Stadtgesellschaft als einen Ort der Vielfalt unterstützen und zum inhaltlichen Diskurs hinsichtlich gesellschaftlicher Transformation auffordern.
Der im Jahr 1800 in Hanau geborene Moritz Daniel Oppenheim war der erste jüdische Künstler, der eine akademische Ausbildung erhielt – zunächst an der Hanauer Zeichenakademie, dann an der Hohen Landesschule Hanau, an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München sowie an der Städelschule in Frankfurt, bis ihn sein künstlerischer Werdegang bis nach Frankreich und Italien.
Sein Werk, insbesondere die Bilder aus dem altjüdischen Familienleben, waren ein selbstbewusstes Statement der kulturellen Zugehörigkeit und der Emanzipation des Judentums innerhalb der nationalstaatlichen Demokratiebewegung im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Moritz Daniel Oppenheim betonte in seinen Bildern nicht das Trennende der jüdischen Kultur und christlichen Mehrheitsgesellschaft, sondern das, was die Menschen verbindet – wodurch ein Brückenschlag zu Traditionen und Bräuchen der Juden entstehen konnte, die zuvor in der Form noch nie visuell überliefert worden waren und letztlich auch die rechtliche Gleichstellung der deutschen Juden bis zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871 begleitete. Moritz Daniel Oppenheim trat somit den Beweis an, dass Kunst maßgeblich gesellschaftliche Prozesse mitgestalten kann. In diesem Sinne soll auch der nach ihm benannte Kunstpreis auffordern, gesellschaftliche Transformation durch Kunst aktiv zu formen und zu gestalten. 

Henrik Statz (Vorsitzender der Freunde und Förderer e.V.)


Hilfreiche Links zum Thema

https://artsandculture.google.com/entity/m0cf7y2?categoryid=artist

https://www.juedischesmuseum.de/sammlung/bildende-kunst/detail/moritz-daniel-oppenheim-1800-1882/

https://www.lagis-hessen.de/pnd/119484129

https://frankfurter-personenlexikon.de/node/699

https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/oppenheim-104.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_Daniel_Oppenheim

https://sammlung.staedelmuseum.de/de/person/oppenheim-moritz-daniel

https://www.researchgate.net/publication/350705500_Wann_ging_Moritz_Daniel_Oppenheim_zur_Hohen_Landesschule

https://www.deutsche-biographie.de/pnd119484129.html

http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/4785/1/00Diss.pdf